Österbymo. Wie kommt man auf einen solchen Namen? Naja, aber erstmal hinkommen. Und zwar so:

Erstmal das kleine Naturreservat von Gränna. Klein und fein, mit alter Mühle und Wasserfall. Romantisch. Und der Rolf, ein netter Rentner. Wir verweilen etwas am Strand und schauen den Fischen beim ausdemwasserhüpfen zu. Auf den Parkplatz kriegt Joni noch seinen Brei. Mit Heidelbeer versteht sich, weil wir sind ja in Schweden.

Weiter geht’s und zwar vorbei an wunderschönen Seen die in der Sonne glänzen. Das Ziel wäre der Campingplatz in Tranås. Wir fahren direkt rein, weil Schranke ja offen. Das war dem Rezeptionist dann aber gar nicht recht und er wies uns zurecht. Dann hatten wir gleich gar keinen Bock mehr und sind raus auf den Parkplatz zur Beratung gefahren. Während des uns beraten wohin, haben wir eine Grünspechtfamilie (Mutter und Junges) 5m vor unserem Bus gesehen. Ich bin ja nicht abergläubisch, aber immer wenn ich besondere Vögel sehe passiert was Gutes. So denn: Tranås Camping Fuck Off. Außerdem merken wir beide wie wir Mal eine Pause brauchen von Stellplätzen über 100 Plätzen. 

Richtung runter und rüber. Wir halten auf der 131 bei Ramfall auf den Aussichtsplatz, ratschen mit ner netten Gschmatzigen aus Freising und halten ein wenig am Ufer staad.

Wir beschließen noch ein wenig weiter zu fahren und uns demnächst mit neuen Vorräten zu versorgen. Jeder Stellplatz wäre uns gelegen, aber irgendwie ist hier nichts verzeichnet, obwohl sich meine galante Beifahrerin wieder um Kopf und Kragen mit Reiseführer und Handy recherchiert.

Also dann Österbymo. Das hat eine Coop (wie Rewe) und ein paar Meter vor dem Stadtschild auch einen kleinen Hinweis auf einen Campingplatz, der aber nicht wirklich irgendwo richtig verzeichnet ist. Ist mir jetzt egal was das sein soll, ich mag nicht mehr Bus fahren. Echt nimma.

Voi schee, 16 Stellplätze, 16€ mit Strom, wir die einzigen Gäste, am Waldrand. Herrlich. Ruhe. Brotzeit in der Abendsonne auf der Terrasse deren Holzdach mit Teer abgedichtet wurde. Ich liebe diesen Geruch.

Ich mache allein einen Waldspaziergang bei Abendsonne und summe „Schön ist der Wald wenn der Tag sich neigt“ Empyrium, Waldpoesie.

Joni richtet sich zum ersten Mal in den Stand auf und hat sehr stolze Eltern.